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Wasserstoff für Stahlproduktion - Wie sinnvoll ist das neue Verfahren?

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  • Published on Nov 24, 2021
  • Kohle als Energieträger gibt es schon seit Ewigkeiten. Bereits im 12. Jahrhundert wurde Steinkohle bei Aachen abgebaut. Und selbst heute ist sie immer noch fest in unserer Industrie verankert. Vor allem in der Stahlproduktion. Doch das könnte sich schon bald ändern. Eine neue, vielversprechende Methode soll es nun möglich machen grünen Stahl mit Wasserstoff anstelle von Kohle herzustellen. Doch leider gibt es einen Haken bei der Sache. Welcher das ist und wie diese Methode funktioniert, das schau ich mir heute an.

    Breaking Lab bei Instagram: breakinglab...

    Dieses Video ist in meinem Breaking Lab-Team entstanden. Verantwortlich aus der Redaktion: Julian Wörndl, Tabea Desch, Jacob Beautemps; Editing: Lukas Loibl, Saskia Mittermeier, Jonas Tietz

    Quellen:
    Quelle 1: www.bdew.de/verband/magazin-2...
    Quelle 2: www.sueddeutsche.de/wirtschaf...
    Quelle 3: www.spektrum.de/lexikon/chemi...
    Quelle 4: www.planet-wissen.de/technik/...
    Quelle 5: www.tec-science.com/de/werkst...
    Quelle 6: www.tec-science.com/de/werkst...
    Quelle 7: www.tec-science.com/de/werkst...
    Quelle 8: www.deutschlandfunk.de/stahli...
    Quelle 9: www.bmwi.de/Redaktion/DE/Text...
    Quelle 10: salcos.salzgitter-ag.com/de/i...
    Quelle 11: www.thyssenkrupp-steel.com/de...
    Quelle 12: www.bmwi.de/Redaktion/DE/Down...
    Quelle 13: www.windguard.de/veroeffentli... S. 6
    Quelle 14: www.planet-wissen.de/technik/...
    Quelle 15: germany.arcelormittal.com/icc...
    Quelle 16: www.chemie.de/lexikon/Koks.html
    Quelle 17: www.destatis.de/DE/Themen/Bra...
    Quelle 18: www.dena.de/fileadmin/dena/Pu...
    Quelle 19: www.tagesschau.de/wirtschaft/...
    Quelle 20: www.europarl.europa.eu/RegDat...


    Ich bin Jacob Beautemps und mache gerade meinen Doktor an der Universität zu Köln. Vor drei Jahren habe ich zusammen mit Philip Häusser diesen RU-clip Kanal gegründet und seit 2018 stehe ich nun selbst vor der Kamera. In meiner Forschung an der Uni geht es um das Thema "What comprises a successful educational RU-clip video?: the optimization of RU-clip videos’ educational value through the analysis of viewer behavior and development via machine learning." Oder kurzgesagt: Wie lernt man auf RU-clip und wie können wir das mit künstlicher Intelligenz optimieren. Dies fließt natürlich stark in meine RU-clip Videos mit ein, denn hier geht es auch darum möglichst viel über Physik, Chemie, Technik und andere naturwissenschaftliche Themen zu lernen.

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Comments • 891

  • Timo Wit
    Timo Wit Month ago +233

    Da ich an einem von dir sehr gut beschriebenen Hochofen arbeite, kann ich sagen, wir hoffen dass es hier eine Wende gibt und die Abnehmer sich auf die beschriebenen Preiserhöhungen einlassen. Da die CO2-Zertifikate stetig teurer werden, müssen die Kunden sowieso schon tiefer in die Tasche greifen als bei so ziemlich allen anderen Herstellern außerhalb der EU.
    Hier im Ruhrgebiet hängen so viele Jobs an der Stahlherstellung, das geht nicht gut.
    Ein anderer Gedankenstoß allerdings an Jakob, was in den Medien gern vergessen wird und meinen Job jetzt auch nicht sicherer macht: Was passiert mit Wasserstoff bei über 1000 Grad? Wir erschaffen hier ein hochexplosives fast 70 Meter hohes Gefäß. Schon jetzt muss der Ofenbereich bei über 4% Wasserstoff im Ofen geräumt werden…
    Wir sind gespannt und hoffen auf eine grüne Zukunft, bei der die Jobs die an eben diesen Hütten (bei uns knapp 18000 Direktbeschäftigte) keinen zu großen Risiko ausgesetzt werden. Die Entscheider fallen nämlich weich; eher noch eine Stufe hinauf…

    PS: Nach aktuellen Studien, benötigte wir nur für einen Hochofen knapp 800 Windräder die 24/7 laufen…

    • OpenGL4ever
      OpenGL4ever 5 days ago

      @DIYMicha Das ist kein Unsinn, da der Wirkungsgrad aus regenerativen Energien Wasserstoff zu erzeugen extrem schlecht ist und der dafür eingekaufte EE Strom definitiv einen Preis haben wird und haben muss. Und damit ist das schweineteuer.
      Würdest du also mal rechnen, anstatt nur ideologisch geblendet "unsinn" zu sagen, dann würdest du das selber merken.

    • DIYMicha
      DIYMicha 5 days ago

      @Walter Neu Du vergisst dabei dass der Sauerstoff nicht rein vorliegt, sondern vom Eisenoxyd gelöst werden muss. Hier geht die Energie gleichmäßig in die neue Form über.

    • DIYMicha
      DIYMicha 5 days ago

      @OpenGL4ever unsinn.

    • DIYMicha
      DIYMicha 5 days ago

      Die Stahlherstellung wird natürlich nicht im Ruhrgebiet bleiben. Absolut absurde Vorstellung. Stattdessen wird sie nach Südeuropa verlagert.

    • Willem Lampe
      Willem Lampe 16 days ago +1

      @Crash Override Die Daten sind öffentlich. Keiner hindert Sie es selber nachzuschauen. Für den Stammtisch funktioniert natürlich das Märchen vom verschenkten Strom

  • Marcus Jäger
    Marcus Jäger Month ago +178

    Bin Metallbauer/schloßer und fand das Thema echt spannend und du hast das echt gut erklärt 👍👍👍

    • Veni Vidi
      Veni Vidi 7 days ago

      MC

      Echt geschmolzenes Eisen ist genauso gefährlich wie
      Radioaktives Müll ?

      Für wem ist geschmolzenes Eisen gefährlich ?
      Wie lange ist den geschmolzenes Eisen gefährlich ?
      So lange wie es heiss ist oder noch länger ?

      Noch länger als radioaktiver Atommüll ?

    • Veni Vidi
      Veni Vidi 7 days ago

      Open 4

      Was hast du den Gerechnet ?

      1 Wie weit reicht die Kohle in Deutschland .

      2wie weit reicht der Uran auf der Welt ?

      Willst du ewig so weiter machen ?

      Es auf andere Generationen verschieben ?

      Bis auf einmal bemerkt wird .

      Huch wir haben keine Rohstoffe mehr ?

    • MCRuCr
      MCRuCr 19 days ago +2

      @OpenGL4ever Kernenergie wäre der richtige weg, aber bei dem Thema scheissen sich alle ein, weil sie keine Ahnung haben und Radioaktivität nunmal _unheimlich_ und gefährlich ist. (gefährlich ja, aber kein Grund es komplett sein zu lassen - geschmolzenes glühendes Metall ist auch gefährlich)

    • otto kopp
      otto kopp Month ago +2

      @OpenGL4ever Bin ganz deiner Meinung! Ganz nach dem grünen Motto:" Deutschland ist ein reiches Land und das wollen wir jetzt ändern!"🤢

    • S
      S Month ago

      @CaptainNorris sind dir zufällig HSD stähle ein Begriff? (Werden in der Automobilindustrie verwendet) Bzw. wieso ist Wasserstoff gerade dort nicht erwünscht?
      Hab nachgelesen und herausgefunden dass du beim Wasserstoffarmglühen nur auf 10-14 ppm runterkommst…

      Mir wurde gesagt dass das vieeel zu viel für die Herstellung von HSD Stählen wäre…. Nur wieso?

  • ISPY4ever
    ISPY4ever Month ago +91

    Das Lichtbogenverfahren hat mich in meiner Ausbildung immer fasziniert. Da wirken Energien, die unvorstellbar gewaltig sind.

    • Uri Nierer
      Uri Nierer 21 day ago

      Dann schau dir mal ein richtiges Stahlwerk an. Was da erst für Energien wirken.

    • Christian S
      Christian S Month ago

      Deswegen braucht man soviele Carports mit Solardächern auf dem Firmenparkplatz 🤔

    • AirsoftKolibri
      AirsoftKolibri Month ago

      Wo hast du gelernt werter Verfahrenstechnologe/mechaniker ? Der EAF ist etwas für sich, einfach ein brachiales Teil !

  • Pia Polzin
    Pia Polzin Month ago +34

    Oh Gott diese Abbildung vom Hochofen hat mir Oberstufe-Chemie-Flashbacks gegeben 😂
    Aber es wäre echt cool wenn folgende Jahrgänge mal andere Sachen lernen müssen, weil sich die gängigen Methoden geändert haben ^^

    • OpenGL4ever
      OpenGL4ever 8 days ago

      @Horst Hotzenplotz Bitte bleib realistisch. Der DFR wird gerade entwickelt, allerdings im dem Fortschritt zugewandten Kanada, nicht in Deutschland. In 10 Jahren kann man ihn dann bauen.
      Generation 4.0 Reaktoren befinden sich schon längst im Bau. Informiere dich mal!

    • Horst Hotzenplotz
      Horst Hotzenplotz 8 days ago

      @OpenGL4ever Tja, und der Strom aus Solarzellen in 100 Jahren kostet nur 0,0001 Cent. 😄 Wo steht denn die tolle „Atomkraft 5.0“ und produziert für den genannten Preis? Nicht mal „Atomkraft 4.0“ ist am Start, und günstig wird auch die nicht. Aber die Atomlobby wird nicht müde das Märchen vom günstigen Atomstrom zu erzählen…

    • OpenGL4ever
      OpenGL4ever 9 days ago

      @Horst Hotzenplotz Atomstrom aus neuen Generation 5 Reaktoren ist nicht teuer, sondern supergünstig. Ab 0,008 €/kWh, also 0,8 Cent/kWh ist so ein Reaktor nämlich bereits in der Gewinnzone.
      Sogar PV Strom direkt vom Dach ohne Speicherung kostet da viel mehr und mit sowieso.

    • Horst Hotzenplotz
      Horst Hotzenplotz 9 days ago

      @OpenGL4ever Warum sollte man die Stahlindustrie mit superteurem Atomstrom gewaltsam ruinieren? Diese Milchmödchenrechnung geht (und ging schon immer ) nur auf wenn der Steuerzahler (und zusätzlich private / mittelständische Stromkunden) fleißig Subventionen zahlen.

    • Mike Kilotango
      Mike Kilotango Month ago

      @Breaking Lab
      Vor allem in der verlogenen GESCHICHTE

  • AthengoLP
    AthengoLP Month ago +8

    Hey Jacob ich arbeite in einer Walzengießerei und habe mir selber auch schon mal Gedanken darüber gemacht wie das mal alles "grüner" werden kann. Leider ist das alles noch Zukunftsmusik in meinen Ohren.
    Schön finde ich die Idee mit dem Wasserstoff aber allein was noch nach dem vergießen von Stahl an CO2 dazu kommt ist echt beachtlich. Wenn du Lust hast würde ich dir mal empfehlen die sowas Vorort anzuschauen. Ich kann die unsere Firma da nur empfehlen. 😉 Galileo war auch schon mal hier.

  • Theilerful gaming
    Theilerful gaming Month ago +11

    Du brauchts mal Klebepads: Deine Brille rutscht :^)
    Ein echt cooles Video, welches ich hoffentlich bald im Chemie Unterricht sehen werde!
    Danke das du uns mit so guten und wissenschaftlichen Videos versorgst.
    Hier ein Keks: 🍪

  • Alexander Schulz
    Alexander Schulz Month ago +8

    Ich habe eine Anmerkungen. Die Formulierung, je mehr Kohlentoff um so härter um so starrer wird der Stahl ist zwar richtig, vermittelt aber im zweiten anschließenden Punkt nicht das was du vermitteln willst. Wir (Werkstofftechniker) sagen ehr "es wird Spröder". Also es wird härter und spöder, was auch deutlicher dessen Nachteil zeigt Bsp. Schlagempfindlichkeit.
    PS: das mit "es wird Poröser" vewrgess lieber mal schnell wieder.
    Vormuleierung: Eisenlegierungen Teilt man ein in Stahl und Gusseisen. Diese weisen (beinhalten) einen Kohlenstoffgehalt von 0-6% (6,67%) auf, wobei der Übergang vom Stahl zum Gusseisen bei 2% (2,06%) liegt.

  • Echento
    Echento Month ago +1

    Großartiges Video! Einzig und allein die Sequenzen mit dem schlechteren Mikro haben mich etwas aus dem Flow herausgerissen. Aber wenn man das nach ein paar Sekunden akzeptiert hat funktioniert es wieder wunderbar. Die Erklärungen waren fantastisch, vielen Dank!

    Besonders wenn so viel Potenzial zur allgemeinen Emissionseinsparung besteht hoffe ich, dass dort in der neuen Legislaturperiode ein gutes Konstrukt auf die Beine gestellt wird und die Politik mit der Wirtschaft zukunftsorientierte Lösungen schaffen. Meiner Meinung nach werden die ersten 10 Jahre enorm schwierig, da vor allem Branchen wie die Automobilindustrie sehr genau auf jeden Cent in der Produktion schauen, aber auch Produkte die relativ direkt an den Kunden verkauft werden es schwierig haben könnten mit einem deutlich höheren Preis akzeptiert zu werden. Hoffentlich überlegt man sich dann ein Konzept, dass der Stahl nicht aus China importiert oder die Produktion dort hin verlagert und das fertige Produkt importiert wird, sondern der "grüne" Stahl lokal seine Anwendung findet.

  • Katha's ePoint
    Katha's ePoint Month ago +3

    Klasse, dass ihr dieses wichtige Thema jetzt auch aufgreift! 😊

  • Leon Ellebrecht
    Leon Ellebrecht Month ago +5

    Endlich mal ein Video darüber
    Ihr macht so tollen Kontent
    Macht weiter so
    Liebe Grüße

  • Fabienovic Pflugerovko

    Danke für dieses super Video! Hab das erste Mal die Stahlproduktion ungefähr verstanden. Sehr schön recherchiert :)

  • DaagFantastic
    DaagFantastic Month ago +2

    Ich arbeite in der Stahlproduktion bei einem Unternehmen welches bei der Umstellung echt schon richtig voran geschritten ist und von Anfang an mit im Thema war. Ich kann jedem nur mal empfehlen sich die Stahlerzeugung live anzusehen. Klasse Video Jakob ich bin gepannt wie das Thema grüner Stahl voran schreitet.

    • Zedus 1982
      Zedus 1982 27 days ago

      Im Grunde ist das Problem, dass die Prozesswärme vom Koks weg fällt und die Direktreduktion bzw. der Lichtbogenofen nicht den Durchsatz hat. Vom Energieeinsatz her, ist es aber das weit effizientere und sauberere Verfahren.
      Hier werden aber sicher weiters Fortschritte gemacht.

  • Hörbuch & ASMR Kanal
    Hörbuch & ASMR Kanal Month ago +92

    Wenn es das noch für Beton gäbe, wäre das der Hammer 🔨 👌🏻

    • Jürgen Finke
      Jürgen Finke 15 days ago

      @OpenGL4ever Hi, das ist ja toll. Wo laufen denn diese Reaktoren „in a large scale ?“ also im grösserem Maßstab, live?
      Bitte listen Sie doch mal die entsprechenden Reaktoren (gerne auch im Vergleich zu den aktuell laufenden konvetionellen Reaktoren), auf.

      Und zu den hunderten von Jahren… Mit Bibeln und Kunstwerken kann nicht viel, ausser im Betrugsfall, finanzieller :-), Schaden angerichtet werden.
      Das ist offensichtlich mit atomarem Abfall etwas anders…
      Deswegen verstehe ich diesen Hinweis nicht wirklich… War das ein Witz?
      lg aus HH

    • Dave_sic
      Dave_sic 16 days ago

      Bei beton ließe sich nur die Heizung auf co2 frei/arm umstellen. 2/3 des co2 bei der betonherstellung entsteht aus dem Gestein und nicht bei der Bereitstellung der reaktionsenergie.

    • OpenGL4ever
      OpenGL4ever Month ago +2

      @Jürgen Finke Es gibt mit den neuen Reaktortypen keine Abfälle mehr mit Halbwertszeiten von hunderttausenden von Jahren.
      Der Dual Fluid Reaktor spaltet diese nämlich alle und die Spaltprodukte haben keine derartig langen Halbwertszeiten mehr.

      Ein paar 100 Jahre ist gar kein Problem. Wir haben Bibeln und Kunstwerke gerettet, die über 500 Jahre alt sind. Die Pyramiden sind ein paar tausend Jahre alt und so lange muss man die Spaltprodukte gar nicht aufbewahren.
      Das ist also gar kein Problem, das sicher in einem Vorübergehendlager unter Tage für diese Zeit aufzubewahren.

      Mach dir lieber mal mehr Sorgen was wir mit dem Ewigmüll machen sollen, der bei der Gewinnung der Rohstoffe für Windkraftanlagen akkumuliert wird. Cadmium, Arsen usw. sind alles stabile Elemente, die zerfallen nie und bleiben als Ewigmüll im Sondermüll ein extrem großes Problem. Wenn das freigesetzt wird, verseucht das ganze Landstriche.
      Mit Kerntechnik könnte man diese in harmlose Elemente umwandeln.

      Ein GAU kann nicht einfach immer so passieren. Neue Reaktoren sind inhärent sich und kann man mit Tschernobyl und Fukushima gar nicht vergleichen.
      Man benutzt dafür weder brennbares Graphit, noch würde man einen Notstromdiesel erneut so bauen, dass er mit Wasser überflutet wird. Die Schnorcheltechnik aus U-Booten ist schon seit Jahrzehnten erprobt und ein Gebäude wasserdicht zu kriegen ist auch kein Problem. Dazu kann man Dieselaggregate auch einfach an eine höhere Position bauen.
      Und dann sind die Gen 5 Reaktoren ohnehin so ausgelegt, dass auch eine Kernschmelze sicher kontrolliert werden kann, da das im Design berücksichtigt wird.

    • Jürgen Finke
      Jürgen Finke Month ago +1

      @OpenGL4ever Das mag ja alles richtig sein… Aber was machen wir mit den Abfällen der Kraftwerke? Also der Menschheit die Aufgabe zu stellen irgendetwas 1Mio Jahre sicher aufzubewahren, finde ich… Also Größenwahnsinnig trifft es noch nicht einmal…
      Selbst wenn wir mal träumen und „wir“ sind irgendwann mal in der Lage hochradioaktiven Abfall „auszubrütem“ 😀… Bleiben immer noch genügend Restabfälle, die noc/ mehrere 100 Jahre sicher untergebracht werden müssen. Von einem Gau, der ja offensichtlich immer mal passieren kann, fange ich gar nicht erst an.
      Also so gesehen, finde ich die Idee gar nicht so Verrückt möglichts maximal viele Windkrafträder zu bauen, und einfach alle Dächer mit Photovoltaikanlagen vollzuballern.
      Da könnte man in Europa viel machen, schließlich gibt es ja auch einnige sonnenreichere Länder als D. Wenigstens als Übergangslösung, bis es evtl. so tolle Sachen wie Fusionskraftwerke gibt (oder noch was Tolleres).

    • Charly Tango
      Charly Tango Month ago +2

      @SparkleFuchs Beton wird schon lange recycled, gebrochen , vom Baustahl befreit, nach Korngrößen gesiebt und wieder als Zuschlagstoff eingesetzt

  • Hartmut Paul
    Hartmut Paul 15 days ago +1

    Super Video, gut recherchiert 👍!
    Beim Wasserstoff-Stahl ist es wie bei allen anderen Anwendungen, die Pros/Cons sind immer die Gleichen:
    - aktuell ist er nicht wirklich ‚grün‘
    - nur mit H2 lässt sich mit aktueller Technik eine saisonale Speicherung von regenerativer, fluktuierender Energie sinnhaft vorstellen
    - die 20% mehr in der Erzeugung sind tragisch, wenn die Windmühle ansonsten wegen Überangebot still gestanden hätte…
    - aber ohne dass es mal ein großer Abnehmer und ein großer Erzeuger zusammenfinden, bleibt es beim „Henne-Ei-Problem“!

    • MG
      MG 5 days ago

      Das eigentliche Problem sind die Mengen. Im Video wird ja die riesige Größenordnung genannt, die alleine für Stahl nötig wäre. Hinzu kommt der aktuelle Wasserstoff Verbrauch für die Düngemittelproduktion, die ja auch von grau auf grün umgestellt werden soll. Und dann soll grüner Wasserstoff auch noch als saisonaler Energiespeicher dienen. Wobei der Strom aus erneuerbaren Energien ja auch noch Elektroautos und Wärmepumpen antreiben soll. Das wird einfach hinten und vorne nicht reichen.

      Ich denke, dass grüner Wasserstoff durchaus in einigen Bereichen eine Rolle spielen wird. Doch diese Vorstellung von einer universalen Anwendung halte ich für unrealistisch.

  • Fatih Celik
    Fatih Celik Month ago +6

    Coole Ideen!
    Ich finde dass die Stahl und Betonproduktion sowieso eine interessante Zukunft haben wird.
    Es gibt ja bereits jetzt viele Innovationen, die unsere Umwelt (und teilweise sogar unser Portmonee) extrem schonen könnten.

  • Schwandt Olaf
    Schwandt Olaf Month ago +1

    sehr interessant, toll dagestellt, danke
    da -können- müssen die Ingenieure mal zeigen, was sie können

  • Alex Frank
    Alex Frank Month ago

    Mega stark! Gerne mehr zu Hochöfen 💪🏼
    Vielleicht gibt es ja was zu Zement?

  • CaptainAhab
    CaptainAhab Month ago +3

    Schön Jacob, dass nach Jahren von Pro-Wasserstoff Videos endlich mal die "machbarkeit" dieses Unsinns berücksichtigt wird. Hoffentlich ist dir das bei deinem nächsten "Fahrzeug-Kauf" auch eine relevante Kaufentscheidung.

  • Taka Etono
    Taka Etono Month ago +11

    Breaking Lab ist etwas besonderes für mich.
    Die Stimmung in der Gesellschaft (das haben ja auch einige Studien bereits gezeigt), ist vornehmlich negativ inbesondere was die Zukunft angeht.
    Ganz kann man sich dem auch nicht entziehen, die Aufgaben scheinen immer zahlreicher und überwältigender, gleichzeitig scheint der nötige Zusammenhalt in der Gesellschaft nur noch selten da zu sein. Es gibt nur wenige Formaten, wie eben Breaking Lab, die einem Mut machen, die den Erfindungsgeist und die Fortschritte des Menschen aufzeigen und dann doch zur Abwechslung auch mal Zuversicht in einem wecken. Ich hätte nie gedacht, dass mir Zuversicht mal so viel wert sein würde. Vielen Dank!

    • Waller Wolf
      Waller Wolf Month ago +2

      @Kevin Glöckl Grau ist jede Theorie, insbesondere wenn man dann alle Parameter und Faktoren berücksichtigt die hier "weltweit" hineinspielen. Ich finde es ziemlich heuchlerisch, wenn junge Menschen auf die Straße für den Klimawandel gehen und das dann noch in den modernsten, teuersten Designerklamotten und dem neusten Hype-Handy in der Hosentasche und auch sonst kein Verzicht geleistet wird!

      Der ungebrochene extreme Konsum ist das was diesen Planeten immer schneller den Garaus machen wird und schon gar nicht zu verhindern wenn dabei nicht die ganze Welt mit zieht, eben auf Konsum verzichten und effektivere Umweltstandards einführen. Und kann man dies dann gerade den Schwellenländern oder gar den ärmsten zumuten/abverlangen noch weniger zu besitzen als jetzt schon (noch). Wie man gut am Beispiel Chinas sehen kann, wo hunderte von Millionen Menschen innerhalb eines sehr kleinen Zeitraums , mehr oder weniger plötzlich, auch am Konsum, ergo am Verbrauch "aller" Ressourcen, partizipieren!

      Mit diesem ungebremsten, gesteigerten Bedarf an Ressourcen nehmen im gleichen Maße unsere Umwelt- und Klimaprobleme zu. Wir sägen genüßlich am Ast auf dem wir "alle" sitzen und denken doch glatt irgendwo demnächst eine "Erde 2.0" zu finden, quasie Auszuwandern (vor den selbst gemachten Schaden hier zu fliehen) und wohl die dortigen Lebewesen unseren Lebensstil noch aufzuzwingen, falls überhaupt in ferner Zukunft mal möglich. Wir setzen unseren Verstand viel zu wenig ein um diesen Planeten bewohnbar zu erhalten und "sprechen immer nur davon" dies mindesten für unsere Nachkommen doch tun zu müssen.

    • Kevin Glöckl
      Kevin Glöckl Month ago

      @Waller Wolf Ich sehe das genauso. Ich finde man kann auch Pandemie mit Klimakrise auswechseln und es würde passen. Wir reagieren nur und hätten schon viel früher agieren sollen. Leider haben das die alte Bundesregierungen (1992 bis 2021 bezogen) verschlafen, aber auch jeder Einzelne dem das bewusst war, aber nicht aktiv eine Veränderung herbeiführen wollte.

    • Waller Wolf
      Waller Wolf Month ago +2

      @Kevin Glöckl Das dachte ich mir schon in diese Richtung, jedoch sieht keine Regierung dieser Welt wirklich gut aus in der Bewältigung dieser Pandemie. Kann wohl kaum anders sein, das Virus ist uns immer einen Schritt voraus.

      Die moderne Welt wurde bisher noch nie mit so einer biologischen Krise konfrontiert. Was früher da gemacht wurde kennt man ja eben aus der Geschichte und war niemals so weitreichend den ganzen Planeten zu treffen, auch wenn kontinental Millionen Opfer zu beklagen waren und Erkenntnisse (Wissen) eben noch nicht (viel weniger) vorhanden.

      Die weltweiten Verflechtungen/Verbindungen sind eben nicht nur positiv, sie machen dieses "negative" Ausmaß (medizinisch wie ökonomisch) erst möglich. Dass aus dieser Pandemie immer noch zu wenig gelernt wurde ist zu beklagen, sollten sich aber auch diejenigen mal Gedanken darüber machen, die alles noch verschärfen und man sich dann nicht wundern muss, wenn eine Regierung mal wieder nur reagiert (Sanktionen/Restriktionen etc.) statt zu agieren, weil auch für noch zu viele "Zeitgenossen" individuelle Freiheitsrechte mehr zählen, als die Unversehrtheit seiner/ihrer Mitmenschen!

    • Kevin Glöckl
      Kevin Glöckl Month ago +1

      @Waller Wolf das mit dem predigen ist in meinem Sinne so aufzunehmen, dass man aufzeigt, was falsch läuft und gute Wege aufzeigt, diese aber von einem gewissen Teil der Bevölkerung "eh nicht" wahrgenommen wird.
      Davon abgesehen sollte mein Kommentar nur den Erstkommentar unterstreichen, dass in dieser ganzen Negativität, solche RU-clipr was Positives vermitteln und das einen großen Mehrwert liefert.

    • Waller Wolf
      Waller Wolf Month ago +1

      @Kevin Glöckl So so und wie dramatisch darf diese Pandemie den noch werden? Nur weil man selbst oder dass nähere Umfeld, bisher verschont geblieben ist, sind jetzt schon Millionen Opfer mehr oder weniger "durch dieses" Virus zu beklagen (verstorben oder auch schwer erkrankt (Long Covid etc.) und noch nicht abzusehen wann der Spuk vorbei sein wird!

      Was heißt hier "predigen"? Die Medien kommen nur ihrer Pflicht nach uns zu "informieren", täten sie das nicht dann würde hier im Staate etwas nicht stimmen.

  • Leon
    Leon Month ago +8

    Hey Jakob:)
    Spannendes Thema, danke für das Video! Ich schreibe momentan meine Bachelorarbeit über das Thema Wasserstoff in der Industrie (Fokus auf Zement, Glas, Papier und Keramikherstellung). Falls du Interesse hast, melde dich:)

  • Philipp Kronbichler

    Sehr gut, interessant und gut erklärt, danke!
    Ich halte die Produktion von grünem Stahl mittels Wasserstoff für ziemlich alternativlos auf lang Sicht gesehen. Und ich vermute, es gibt Alternativen zur Lichtbogenerhitzung. In entsprechenden Gegenden könnte mit konzentrierter Sonnenenergie gearbeitet werden, oder vielleicht auch mit Biomasse in weniger sonnigen Gegenden. Auch "grünes Gas" etc. wäre denkbar. Da dürfte noch viel geforscht und experimentiert werden.

    • UL TI
      UL TI 26 days ago

      Eine Abschätzung: wenn zur Stahlgewinnung grüner Wasserstoff in großen Mengen gewonnen wird, so wird durch die dann vorhandene Verfahrenstechnik grüner Wasserstoff in großen Mengen für die Mobilität zur Verfügung stehen. Bleibt zu hoffen, dass Brennstoffzellen in großen Stückzahlen hergestellt werden können.

  • Julius Meckler
    Julius Meckler Month ago +2

    Deine Präsentationen in der Schulzeit hätte ich gerne mal gesehen. 😃

  • Lukas He
    Lukas He Month ago +1

    Ich glaube, das kann nur zu einem sinnvollen Schluss führen: Mehr Tempo bei der Strom-Wende. Zubauen, zubauen, zubauen! Solange wir noch Strom aus Kohle gewinnen, ist es erstmal nicht sinnvoll, die Kohle aus der Stahlherstellung zu eliminieren. Daran zu forschen, natürlich schon.

    Das mit der Stahlherstellung ist in der Realität noch etwas komplizierter, Stahl ist ja definiert als eine Eisen-Kohlenstoff-Legierung und dann gibt es noch verschiedene Zustände... Werkstoffkunde ist schon zu lange her.

  • Matthiaz
    Matthiaz Month ago +6

    @Breaking Lab
    Stahl ist nicht gleich Stahl.
    Also ich arbeite in einer Kohlemühle und kann sagen dass das Problem mit Wasserstoff sich noch viel schwieriger gestalten wird als Du es erklärt hast.
    In unserer Kohlemühle werden die unterschiedlichen Kohlenstäube produziert denn die Stahlindustrie für ihre Produktion benötigt.
    Unsere Kunden benötigen für ihre Ware individuelle und angepasste Sorten von Kohlenstäuben, nach ihren eigenen Vorgaben.
    In den meisten fällen lassen sich Kohlenstäube nicht durch Wasserstoff ersetzen.
    Auch gibt es bis heute kein anderes Verfahren das die unterschiedlichen Kohlenstäube ersetzen würde.
    Deine Annahme und Berechnung beruht auf der Annahme das man ja die komplette Stahlproduktion auf Wasserstoff umstellen könnte.
    Diese Annahme ist aber leider falsch. Wenn überhaupt dann lässt sich derzeit nur ein kleiner Teil der Stahlindustrie auf Wasserstoff umrüsten.
    Und von da an wäre es noch ein weiter Weg Lösungen für alle anderen Sorten zu finden. Wenn dies überhaupt möglich ist?!
    Dazu kommt noch der gewaltige Energie und Kostenaufwand.
    Die deutsche Stahlindustrie hat ohnehin schon seit einigen Jahren mit der Konkurrenz aus Fernost zu kämpfen und muss mit extrem hohen Subventionen und Steuererleichterungen künstlich am Leben gehalten werden.
    Klimaschutz ist richtig und wichtig. Aber komplett Co2 neutral zu werden wird nicht so einfach sein wie sich das einige vorstellen.
    Ganz einfach weil die technische und finanzielle Umsetzung derzeit extrem schwierig ist.
    Wir sind ja derzeit noch nicht mal in der Lage den Strom aus den Erneuerbaren Energien zu speichern.
    Ein abschalten aller Kohlekraftwerke bis 2030 setzt aber genau dies voraus.

    • Keragi[Ger]
      Keragi[Ger] 14 days ago

      Das ist immer spannend wenn Leute die dort auch wirklch Arbeiten etwas dazu schreiben können :) Ich bin mir sicher auch eure Firma hat eine Forschung und Entwicklungsabteilung wäre ja spannend zu wissen wie sie es in Zukunft lösen wollen, wie man bei dir liest ist das zauberwort h2 was in aller munde ist nicht das allheilmittel.

  • Klaus Theobald
    Klaus Theobald Month ago +14

    Da muss der CO2 Preis aber weltweit sehr, sehr stark ansteigen, bevor der grüne Stahl aus Deutschland wettbewerbsfähig bleibt. Dass heißt dann aber auch, dass Gas und Benzin exorbitant teuer werden. Die Gelbwesten in Frankreich haben schon einmal gezeigt wozu eine drastische Verteuerung diesbezüglich führen kann. Ich bin mir nicht sicher, ob das gut gehen kann, auch wenn grüner Stahl natürlich erstrebenswert wäre.

    • Kommentator
      Kommentator Month ago

      @JP T Das ist so schon länger nicht mehr richtig. Es gab Zeiten, da hat in vielen Staaten der Sprit 2-3ct pro Liter gekostet. Das ist nur wenige Jahrzehnte her. Dort kostet der Sprit mittlerweile auch mehr als einen Euro der Liter. Bei uns hat sich der Spritpreis in gleichen Zeitraum inflationsbereinigt kaum geändert oder sogar reduziert. Erst die CO²-Abgaben ändern das gerade langsam wieder.

      Wir erreichen einfach mittlerweile eine Punkt, ab dem der Spritpreis immer weiter steigen wird, auch unabhängig von irgendwelchen Steuern. Da können irgendwelche Gelbwesten im Dreieck springen, das wird sich nicht mehr ändern. Klar schwankt der Weltmarktpreis auf dem Weg nach oben noch ein wenig rum.

      Corona hat uns an der Front ja sogar eine kurze Pause verschafft gehabt. Aber letztlich wird der Preis immer weiter steigen müssen. Denn entweder muss man das CO² kompensieren, oder die Umweltfolgen kompensieren. Beides wird nun mal exponentiell teuerer, je mehr wir von dem Zeug verbrennen. Die Pflanzenreste mehrerer Millionen Jahre zu verbrennen ist nun mal nicht ohne Konsequenzen ...

      Und gleichzeitig steigt der Aufwand der Förderung mit jedem Liter weiter an. Da hilft kein Jammern. Die Zeiten billigen Benzins sind vorbei. Bis 2030 hat man sich umgestellt, oder halt kein Problem mit Kosten >5€/Liter ... und das werden zu einem erheblichen Teil nicht nur Steuern sein.

    • JP T
      JP T Month ago

      @Klaus Theobald es geht nicht um solche details, rs geht um das grosse ganze. Sicher ist h2 zum jetzigen Zeitpunkt schwachsinnig. Aber es müssen nunmal alle Pferde geritten werden, weil die Politik 40 Jahre lang untätig war.

    • JP T
      JP T Month ago

      @Klaus Theobald jein, es geht generell darum, sämtliche Energien flat nach der co2 bilanz zu besteuern. Sprit fürs auto ist zb stark überbelastet.
      H2 ist zum jetzigen Zeitpunkt natürlich alles andere als co2 neutral. Aber wir haben hier das Henne Ei Problem. Ohne Angebot keine Nachfrage und umgekehrt. um also überhaupt einen Markt zu bekommen, muss man den zu Anfang bezuschussen. Langfristig aber s. o.
      Deswegen habe ich auch nie ein Gas Auto gekauft, weil ich davon ausgegangen bin, sobald es einen relevanten Marktanteil gibt, wird die steuer eh angeglichen. Haben wohl alle gedacht. ;)

    • Klaus Theobald
      Klaus Theobald Month ago

      @JP T Der Wasserstoff ist mit 9,50 Euro pro Kilogramm jetzt bereits stark subventioniert. Wenn ich es richtig verstehe, schlägst du vor, den grünen Wasserstoff noch mehr zu subventionieten, bis der damit hergestellte Stahl international konkurrenzfähig wird zu dem Stahl, welcher dann noch kostengünstig mit Kohle hergestellt wird. Zur Info: 51% des Stahls weltweit kommt aus China, 2% lediglich aus Deutschland.

    • JP T
      JP T Month ago

      Vorsicht, Milchmädchen Rechnung.
      Benzin ist so teuer, weil extrem viel Steuern drauf sind.
      Der co2 preis soll dafür sorgen, dass sich die Kosten verschieben und sowas dann eben doch rentabel wird. Wenn die Regierung das richtig macht, dann wird es evtl garnicht viel teurer sein als jetzt. Weil man zumindest für die Übergangszeit den ""richtigen weg" subventionieren kann

  • Jocker HD
    Jocker HD Month ago

    Hi, geiles Video! Ich hätte nen Themenvorschlag, nämlich umweltfreundliche Ziegel. Wir hattn Letzens nen Vortrag über Ziegel aus Bakterien, die sich quasi beim Fressen selber einmauern. Super interressant!

  • Ben K
    Ben K Month ago

    Immer wieder tolle und interessante Beiträge.
    Magnesium wäre auch ein interessantes Thema. Wird ja eher in China produziert und ist für Deutschland wichtig

  • Julian H.
    Julian H. Month ago +1

    Wie gewohnt, sehr gutes Video!
    Wir halten fest: Wir brauchen einen massiven Ausbau der erneuerbaren. Das ist die Lösung für fast alles...

    • Charly Tango
      Charly Tango 16 days ago

      leider eben nicht, Energie kann man nicht erneuern, man könnte einen Energiezustand erzeugen aber eben nur mit neuer zugeführter Energie, nennt sich Thermodynamik und kann nicht durch Politik ersetzt werden.

  • Michael Peter
    Michael Peter Month ago

    Eines der schönsten Videos über die Grundzüge der Stahlerzeugung! Als Anmerkung möchte ich nur hinzufügen, dass der Phosphorgehalt im Hochofenprozess leider nicht vermindert werden kann. Hättest besser Schwefel erwähnt, da ist über die Schlackenbasizität einiges machbar. Ein weiterer Hinweis wäre, dass die Reduktion von Eisenoxiden mit Kohlenstoff in Summe exotherm ist. Beim Einsatz von Wasserstoff ist die Reaktion aber in Summe wärmeverbrauchend. Direktreduktionsverfahren arbeiten bis heute fast ausschließlich mit Erdgas. Das vermindert die CO2-Emission auch schon sehr! Ziel der Ingenieure ist es nun, den Wasserstoffanteil bei diesen Verfahren stetig zu erhöhen! Die wirtschaftlichen Aspekte, der H2- und Strombedarf werden bei der Umstellung der Reduktion der Eisenerze von Kohlenstoff wichtige Aspekte sein!

  • Mustermann Herr
    Mustermann Herr Month ago +7

    Hallo @BreakingLab hast du bei der Recherche etwas zum Thema Wasserstoffversprödung gefunden? Oder ist das bei der Fertigung kein Problem, weil der Wasserstoff durch die hohen Temperaturen einfach wieder herausdiffundieren kann?

  • Kafetzke
    Kafetzke Month ago

    Coole Erklärung, vielen Dank! Spontan denke ich daran, wie hoch der Anteil der Stahlproduktion am gesamten CO²-Ausstoß in Deutschland ist (ca. 37 Mio t von ingesamt 644 Mio t --> also "gerade mal" rund 5%). Die Frage ist also: lohnt sich der gigantische Aufwand im Verhältnis zum Ertrag, oder sollte man sich lieber auf andere Maßnahmen konzentrieren...

    Quelle der Zahlen: Statista, für das Jahr 2019

    • Zedus 1982
      Zedus 1982 27 days ago

      Von den möglichen Einsatzgebieten hat H2 hier das größte Potenzial CO2 einzusparen.

      Und nur 5%... "whataboutism" und das wird halt leider überall so gesagt, irgendwo muss man aber auch anfangen und nicht nur auf die anderen zeigen.

  • Marius Huntke
    Marius Huntke Month ago +59

    Ich halte diese Anwendung als eine der sinvollsten für Wasserstoff. Es gibt praktisch keine andere CO2 neutrale Möglichkeit Stahl zu produzieren und der Wirkungsgrad ist relativ hoch (im Vergleich mit den anderen "tollen" Anwendungen von Wasserstoff)

    • Kommentator
      Kommentator Month ago +1

      @Salman Fabiański Da hast du das Argument, welches ich machen wollte, falsch verstanden. BEV sind selbst Verbraucher und außerdem Speicher. Sie werden tagsüber leergefahren, ohne das Netz zu belasten, wenn sowieso die Verbräuche hoch sind. Nachts laden sie und können damit die Verbrauchskurve glätten.

      Nachts ist ja eher das Problem, dass heute der Verbrauch nur ein Bruchteil von Tags über stattfindet. Das passt nur zu einem Erzeuger gut: Solarenergie.

      Solarenergie passt deshalb btw. auch gut zum Verbraucher Klimaanlage. Dort decken sich Verbrauchs- und Erzeugerspitze ziemlich gut.

    • Salman Fabiański
      Salman Fabiański Month ago

      @Kommentator der Stromverbrauch ist zwischen 8-18 am höchsten somit sind BEV Nicht geeignet als Speicher weil nicht am stromhängen wenn über Produktion der Nacht gebraucht wird.

    • Kommentator
      Kommentator Month ago

      @Salman Fabiański Ob das so pauschal noch stimmt, wenn erst mal große Mengen unserer Wirtschaft umgestellt sind, ist fraglich. Elektroautos wären zum Beispiel "natürliche" Puffer für solche Schwankungen. Tagsüber verbrauchen die ihren Akku, nachts haben sie Zeit zu laden ...

    • Kommentator
      Kommentator Month ago

      @S Schmachtel Ja, es gibt bessere Speicher. Statt Wasserstoff zu speichern, kann man ihn zum Beispiel zu Methan weiterverarbeiten. Dann hat man auch gleich eine CO²-Senke.
      Power-to-Gas ist da das relevant Stichwort. Interessanterweise ist der Wirkungsgrad dabei höher, als wenn man den Wasserstoff direkt verwendet. Bringt natürlich für die Stahlherstellung nur bedingt was, da man den Kohlenstoff vom Methan im Hochofen nicht haben will. Deshalb wird speziell bei Stahl immer Wasserstoff als heißer grüner Kandidaten gehandelt. Für Sekundärenergiebedarfe wird man natürlich auch dort eher auf die effizientere Speicherform gehen wollen.

    • OpenGL4ever
      OpenGL4ever Month ago

      @Frank Schrewe Quaschning verfolgt seine eigenen politischen Ziele und wird dafür natürlich auch bezahlt. Neutral ist was anderes. Die Ökonomie lässt er immer außer acht.

  • alfa tango
    alfa tango Month ago

    Kannst du ein Video machen über die Produktion von Magnesium? Ich glaube, da gibt es auch nur ein, zwei wirtschaftliche Verfahren bei denen allerdings
    auch immer fossile Rohstoffe eingesetzt werden. Das Thema Mg ist auch relativ aktuell in den Medien im Hinblick auf die Aluproduktion für Bauteile der Autoindustrie.

  • Ayres
    Ayres Month ago +2

    Ist ein sehr spannendes Thema aber ich komme aus dem Maschinenbau Studium und im Werkstoffkunde Bereich ist ja das Thema Gitterverzerrungen ein großes Thema. Der Punkt Wasserstoff bringt aber auch den Nachteil mit sich das sich Wasserstoff Atome zwischen den Kerngrenzen absetzen und wen Stahl Träger damit verarbeitet wurden führt es früher oder später zu einem Wasserstoff Bruch.
    Ein gutes Beispiel ist der Vorfall mit dem Schwimmbad wo das Dach ein gestürzt ist.. gerade deswegen versuchen Ingenieure ein Metall Wasserstoffarm zu glühen.
    Ein anderes Beispiel sind auch Schraubenschlüssel die brechen auch recht schnell wen sie nicht Wasserstoff arm geglüht wurden.

  • Matt Leistner
    Matt Leistner Month ago +1

    Die Preise für grünen Stahl würden sich bei weiterer Skalierbarkeit deutlich reduzieren. Aber grüner Stahl geht natürlich mir der Wasserstoffentwicklung einher. Schöner Beitrag 👌

  • Gaius Julius
    Gaius Julius Month ago

    Ich mache Greade ne Lehre als Konstruktionsmechaniker (Drittes Lehrjahr) und muss sagen interessantes und Gut erklärtes Video👍

  • Gerhard Halder
    Gerhard Halder Month ago

    Hi Jakob! Danke für das tolle Video. Du zitierst Quelle 21 und 22. Kannst du diese beiden bitte noch verlinken? Danke! Ah, ich habe die Roland Berger Studie aus 05/2020 gefunden.

  • Adrian Wipf
    Adrian Wipf Month ago +2

    Für mich ist da ein grosses Muster erkennbar: was auch immer wieder an ökologischen Vorteilen in den Himmel gelobt wird, verpufft am Ende wieder als schöngeredete Illusion.

  • Hugo Rhodano
    Hugo Rhodano Month ago

    Danke für das interessante Video. Interessant wäre auch mal das FINEX-Verfahren von Posco anzuschauen, wo man direkt Kohle und Eisenerz einsetzen kann. Auch kann man heute schon teilweise Wasserstoff als Reduktionsgas einsetzen. Posco will im nächsten Schritt (HIREX-Verfahren) die Kohle komplett durch Wasserstoff ersetzen.

    Wie auch immer, benötigt man hier sehr viel Energie. Nicht nur für Lichtbogenverfahren, sondern auch für Wasserstoffproduktion ist viel Energie erforderlich. Daher ist der rasche Zubau der WKAs und PV-Anlagen unvermeidlich.

    Neben Stahlherstellung ist auch Ammoniakherstellung wichtig. Daher sollte man sich auch hier Gedanken machen, denn ca. 2-3% der gesamten CO2-Emission geht auf Ammoniakherstellung zurück. Das Problem ist, dass die chemische Industrie sehr ungern die heutigen Verfahren (Haber-Bosch) ersetzen wollen, weil die Investments sehr groß waren. Wir stehen also vor großen Veränderungen in vielen Gebieten.

  • Gambler11111965
    Gambler11111965 19 days ago

    Hallo Jakob, danke für dein tolles Video. Was ich etwas verwirrend fand, dass Du den Stromverbrauch für grüne Energie absolut, aber nicht die Differenz zum aktuellen Strombedarf genannt hast. Deine Zahlen 390kwh herkömmlich und 530kwh mit Wasserstoff deuten darauf hin, dass der Mehrverbrauch nicht so groß sein kann. Ja, es wird Energie bei der Stahlherstellung gewonnen, nach meiner groben Einschätzung als Maschinenbauer, sollte auch die Gewinnung mit Wasserstoff nutzbare Wärmenergie liefern, oder?

  • Umberto Merlin
    Umberto Merlin Month ago

    Sehr gutes Video SEHR WICHTIGES Video, ich selbst studiere die Energiewende und finde das ist vermutlich der Aspekt der am meisten vernachlässigt wird. Wobei natürlich viele Industriezweige grünen Wasserstoff brauchen werden.... Aber ja viele Gebäude könnten mittlerweile mit Holz gebaut werden, selbst Brücken, Hochhäuser etc. als viele Dinge wo Stahl einfach auch nicht mehr nötig wäre und Holz ein CO2 Speicher. Vermutlich helfen hier aber nur Zölle oder CO2 Preis Zertifikate um gegen billigen Auslandstahl anzukommen, aber wenn man will ist ja viel möglich siehe Corona :D
    Die Politik muss nur wollen! Lösungen sind alle schon da ;)

  • Solman Loreto
    Solman Loreto Month ago

    Eine gute Idee die weiter verfolgt werden sollte. Dazu muss viel mehr grüner Strom für die Herstellung von Wasserstoff produziert werden.

  • Linus Reichert
    Linus Reichert Month ago +3

    Naja also die emissionsvermeidungskosten sind ja wie wir gesehen haben sehr hoch. Ich finde solange kohle für die strom gewinnung genutzt wird kann man die kohle ganz gut für die stahlproduktion her nehmen aus einfachem grund der effizienz den bei dem verfahren gibt es wenige energie umwandlungen was es sehr effizient macht. Rein wirtschaftlich sollten emmisione da vermieden werden wo sie am günstigsten vermieden werden können. Erst wenn wir kurz vor dem netto 0 emision sind würde ich darüber nachdenken solche verfahren um zu stellen.

  • Gabriel Graf
    Gabriel Graf Month ago

    Interessant dachte immer dass der Stahl mit Wasserstoff nur deswegen hergestellt werden kann weil eine Verbrennung von Wasserstoff sehr heiß werden kann🤣 klasse Video danke

  • Gerhard Vogel
    Gerhard Vogel Month ago +1

    Sollte das jetzt ein Angriff auf das LD Verfahern sein? Ich glaube, da müssen sich die Stahlproduzenten noch etwas mehr den Kopf darüber zerbrechen um eine effiziente und auch kostengünstige Methode zur Stahlerzeugung zu entwickeln.

  • plau plapen
    plau plapen Month ago

    Schönes Thema , gutes Video. 🙂, Ein guter Schritt, um zu verhindern, dass weiter große Mengen CO2 in die Atmosphäre gelangen. Das das erstmal mit zusätzlichen Kosten verbunden ist, ist ja logisch. Schließlich ist es noch kein Serien reifes Verfahren dass man fertig kaufen kann. .....

  • MCRuCr
    MCRuCr 19 days ago +1

    Stahl ist definitiv *_NICHT_* reines Eisen. (0:58)
    Was du meinst ist sicher, dass man zur Herstellung von Stahl möglichst reines Eisen braucht. Wird in nachfolgenden Sätzen ja auch richtig erklärt

  • kletter freak81
    kletter freak81 Month ago

    Hallo Jakob! Was wäre, wenn wir ab jetzt nur noch Plusenergiegebäude und - straßen bauen (also mit PV halt so viel es geht) bzw. auf solche umbauen, jedem Haushalt ermöglichen, seine Energie entweder bis zum nächstgelegenen Verbraucher oder lokalen Elektrolyseur einzuspeisen oder direkt selber H2 zu erzeugen und ins Gasnetz einzuspeisen und dazu noch das gesamte Erdgasnetz auf H2 umstellen (dazu gibt es ja konkrete Pläne und Kostenschätzungen, weil die Gasnetzbetreiber ja sonst 2050 auf ner 27Mrd-Infrastruktur sitzen würden, die dann fast komplett wertlos wäre) und damit der komplette Verflüssigungs- und Verteilungsaufwand damit praktisch fast ganz wegfallen würde und wir gleichzeitig riesige PV-strommengen ohne zusätzlichen Flächenverbrauch bekommen würden? Und rechnet bei der H2-PKW-Gesamteffizienz bitte auch mal jmd. die verwendbare Abwärme z.B. für die Fahrzeuginnenraumheizung mit ein?!

  • Alexander Tissen
    Alexander Tissen Month ago

    Sehr guter Beitrag. Danke dir dafür Jakob. Vor allem die Beschreibung des Hochofens. Ich habe einen Kunden aus der Stahlproduktion, der mir ähnliche Zahlen genannt hat.

    Wichtig zu erwähnen wäre, dass auch Wasserstoff nicht automatisch „grün“ ist.
    Es gibt den grünen, blauen, grauen etc.
    Daher muss man auch hier aufpassen was verwendet wird.
    Sonst ist das schnell Augenwischerei.

  • oOwaytothedawnOo
    oOwaytothedawnOo Month ago

    Jo Jakob ich hab letztens über Flying V gelesen. (flugzeug) besonders interessiert hat mich der punkt das der motor elektrisch sein soll dann. eventuell könntest du mal ein video dazu machen. wie das ganze funktoniert und ob das eine lösung für klimafreundlichen fliegen wär.

  • Chattur'gha
    Chattur'gha Month ago +1

    Wow, ich hätte nicht gedacht, dass die Stahlproduktion so aufwendig ist 😅

    • S
      S Month ago

      Hohoho

      Ich sag da nur mal:
      Aluminiumproduktion

    • ISPY4ever
      ISPY4ever Month ago +1

      Es ist gewaltig. Diese Hochöfen sind 30m hoch. Pure und dreckige Schwerindustrie.

  • von Blankenburg – Gaming in Strategie & Wirtschaft

    Ich fände vor allen Dingen interessant, wie denn der Mehrverbrauch wäre, wenn man zwar bei der Kohle bliebe, jedoch sämtliches CO2 aus den Abgasen abscheiden würde.

    • Dave_sic
      Dave_sic 16 days ago

      Man kann nicht sämtliches co2 abschneiden aber ich denke auch dass kurzfristig carbon capture den Stahl klimaneutral oder weniger klimaschädlich machen.

  • learnNX
    learnNX Month ago

    Das war bislang das beste Video!!! Ich arbeite seit Jahrzehnten in der Stahlverarbeitung. Es war nicht nur alles schnell, einfach und fachlich korrekt erklärt, ich habe sogar das eine oder andere neue Detail erfahren. Danke!

    • Jürgen Plautz
      Jürgen Plautz Month ago +1

      @Emil Stardust Nein, ich arbeite als Konstrukteur in der Blechumformung und dort pflegt man einen sachlichen Umgangston.

    • Emil Stardust
      Emil Stardust Month ago

      Du arbeitest in der Stahlverarbeitung? Vlt. in der Kantine oder kehrst Du nur die Stahlspäne in einer Dreherei zusammen? Weißt Du , dass es keinen Stahl ohne Kohlenstoff gibt! Es werden sogar Bremsscheiben extra hochgekohlt, um die Eigenschaften des Stahls an die gewünschten Anforderungen anzupassen.

  • InfernoCapo
    InfernoCapo Month ago +133

    Hier könnte Deutschland wieder eine Vorreiterrolle einnehmen, was auch dringend notwendig ist. Durch die Umstellung der Stahlindustrie könnten sehr große Mengen an CO² gespart werden und das sollte es uns Wert sein. Empfehlung Quelle 10 ;-)

    • Dave_sic
      Dave_sic 16 days ago

      @Mario P Wachstum wird nicht durch die Grenzen dieses Planeten beschränkt.

    • karamellisiertes Fallobst
      karamellisiertes Fallobst 20 days ago

      Die Vorreiterrolle wird von der Politik oktroyiert. Ein deutscher Sonderweg eben. Rein betriebswirtschaftliche Erwägungen werden den Wasserstoffumstieg auf keinen Fall herbeiführen. Siehe auch meinen aktuellen Kommentar "aus der Praxis".

    • Kommentator
      Kommentator Month ago +1

      @StunningSteve Ist halt wie das Pokern auf die Kernfusion. Wenn Letztere kommt, dann kann das alles ändern. Aber sie kommt halt seit 30 Jahren frühestens in 30 Jahren 😉

    • Kommentator
      Kommentator Month ago

      @Mario P es ist schon länger in Gespräch Produkte mit schlechter Umweltbilanz im Zoll zu benachteiligen. Das wird sicher noch eine Weile dauern, aber es wird schließlich kommen, um Rosinenpickerei zu reduzieren. Die Frage ist lediglich, wie viel Stahlproduktion vorher abwandert und welche Innovationen uns noch eine Umstellung erleichtern.

    • jpaul part2
      jpaul part2 Month ago

      @Team-Tastic-Germany Noch darf er.... noch.

  • RealLifeFullHD
    RealLifeFullHD Month ago +3

    Grüße aus Luxemburg, weiter so!

  • maxgo69
    maxgo69 18 days ago +1

    Interessantes Video zu aktuellem Thema. ich arbeite in der produzierenden Stahlindustrie. Hier bei der Dillinger Hütte, einem der größten Grobblechstahlhersteller der Welt, wird seit Neuestem auch auf Wasserstoff gesetzt. Es wird Koksgas (ca. 45- 50% Wasserstoffanteil) in die Heißwindformen eingedüst (ein erster kleiner Schritt in Richtung ´Grüner Stahl´, der ca. 4 Millionen € jährlich einspart). Was noch Erwähnenswert ist, der Abgasstrom des Hochofens (ca. 150.000m3/h) wird über einen Gaswascher als Reingas über eine Entspannungsturbine (5MW) ins Hochofengas Netz weiter geleitet. So dass praktisch der Strom größtenteils selbst erzeugt wird.

  • HaZe 17
    HaZe 17 Month ago

    Ich hab mal ein Praktikum bei einer Stahlgießerei gemacht. Kann ich jedem den es interessiert empfehlen. Hat Spass gemacht, war aber auch anstrengend und ziemlich dreckig...😅

  • Jörg Sattelmacher
    Jörg Sattelmacher Month ago

    Es ist wie immer in der Technik: Ein neues Verfahren ist anfangs teurer aber irgendwann erreicht man einen break even (weil sich die Rahmenbedingungen ändern oder Rationalisierungspotenzial ausgeschöpft wird) und dann setzt es sich durch.

  • E.H
    E.H 23 days ago

    Hey Jakob,
    Mega cool wie gewissenhaft du alles aufbereitest und gut verständlich erklärst ! ich verfolge das Thema mit großem Interesse und komme oft in Diskussionen zu Nachhaltigkeitsthemen rund um Wasserstoff und Erneuerbare Energien. Eine Sache habe ich nicht nachvollziehen können; Woher nimmst du genau die 190TWH (min. 8:37), in deiner aufgezeigter Quelle (Focus-The future of steelmaking) konnte ich nicht nachvollziehen wie du auf diese Zahl kommst. In Quelle 20 - las ich lediglich etwas von 100 TWH.
    Wäre toll wenn du mir da helfen kannst es schwarz auf weiß zu lesen.
    Viele Grüße :) Mach weiter so !

  • Super Saiyajin
    Super Saiyajin Month ago

    👌 sehr gut erklärt

  • Elias Paesler
    Elias Paesler Month ago +18

    Yes, wichtiges Thema! Elektrolyse!

  • Wochenende Destodes
    Wochenende Destodes Month ago +1

    Egal wie das wird wie vieles zu teuer. Und selbst wenn man das mit CO2 Steuern o.ä. künstlich wettbewerbsfähig macht, ist es am Ende trotzdem unwirtschaftlich. Wenn bei derartigen Grundmaterialien etwas teurer wird ist die Ursache meist in einem hohen Energieverbrauch zu suchen. Was da oft vergessen wird: hoher Energieverbrauch ist Recourcenverschwendung und damit letztendlich umweltschädlich.

  • dennis liebig
    dennis liebig Month ago

    8:01 22 GW Dauerleistung 8700 Stunden im Jahr. Muss alles regenerativer Strom sein ... auch Nachts bei Windflaute. Alle Biogasanlagen Deutschlands ( Ca. 7000 ) schaffen derzeit nur 1/4.

  • Stefan Bothe
    Stefan Bothe Month ago +1

    Bei uns im Stahlwerk soll nächstes Jahr ein Hochofen auf Wasserstoff umgestellt werden, schön das mal erklärt zu bekommen. Bei uns werden/wurden dafür einige Windkraftanlagen aufgebaut die wohl für die Wassrstoffgewinnung genutzt werden sollen.

    • cosma nina shiva
      cosma nina shiva Month ago

      Einige Windkraftanlagen, heisst hoffentlich ein paar hundert.

  • MPO
    MPO Month ago

    wow hier hab ich mehr über stahl gelernt als in dem semester werkstofftechnik was ich hatte

  • Emanuel Schopf
    Emanuel Schopf Month ago +1

    Beim Wasserstoffverfahren kann der entstehende Wasserdampf doch auch zur Energirgewinnung genutzt werden.

  • leuphan
    leuphan Month ago +1

    0:59 "Stahl hingegen ist unoxidiertes reines Eisen" ist nicht richtig. Stahl ist immer eine Verbindung aus Eisen & Kohlenstoff und somit niemals "rein". Nur wenn kein Kohlenstoff enthalten ist, ist es Eisen. Aber dafür erklärst Du das mit dem Gusseisen richtig.

  • Krustiger Käse
    Krustiger Käse Month ago +7

    Also Jakob ich feiere deine Videos schon echt dolle aber der Satz:"Stahl ist ja eigentlich Eisen." Ist falsch. Wasser ist ja auch nicht "eigentlich Wasserstoff". Stahl besteht aus Eisen und Kohlenstoff (bis 2,06%). Reines Eisen ist Eisen und kein Stahl. Messing ist ja auch nicht "eigentlich Kupfer". Ich denke du löst das in den nächsten paar minuten video auf aber der erste Satz schon so ungünstig gewählt find ich nicht professionell. Musst ja nicht vom Eisen-Kohlenstoff-Diagramm oder von den Gefügen sprechen aber bisschen professionell wäre angemessen.

    • Major Fallacy
      Major Fallacy Month ago

      Schon ein bisschen pedantisch. Ist Gusseisen dann auch kein Eisen? Abgesehen davon gibts im metastabilen Eisen (was für Stahl verwendet wird) Kohlenstoff nur als Zementit. Also wenn schon dann auch richtig.

  • Timon _
    Timon _ Month ago +3

    Dabei muss man ja noch die Wasserstoffversprödung beachten... Das könnte auch zu einem Problem werden, da es ja schon heute bei kleineren Konzentrationen Probleme gibt...

    • Der Traubengott
      Der Traubengott Month ago +2

      Psssht das sprengt den schönen Gedanken vom grünen Stahl ;)

  • Johannes Lehmann
    Johannes Lehmann Month ago +1

    Sehr zukunftsträchtig: Es erfordert allerdings dann die großtechnische Speicherung von Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen oder Nuklearreaktoren. Ich wollte auch mal schauen, ob man das Eisen vielleicht auch in einer Schmerlzflusselektrolyse direkt aus dem Eisenerz gewinnen könnte, habe da aber auch noch nicht so intensiv gesucht.

  • Dieter Korthals
    Dieter Korthals Month ago +2

    In einem PKW sind unter 1T Stahl verbaut.
    Aber bei ein Kaufpreis von 50000€ würde dann das Fass überlaufen wenn 500€ dazu kommen.
    Die Stahlpreise sind so gesehen viel zu günstig Weltweit.
    Man bedenke 1kg Stahl kostet keine 0,6€.
    Manches Mineralwasser das einfach aus dem Boden sprudelt ist teurer.
    Das kommt daher das in manchen Ländern Stahl ohne Lieferverträge produziert und zu Dumping Preisen dann verkauft wird.
    Durch versteckte Subventionen (billige Stastliche Kohle) und keine CO2 Abgaben lohnt es sich für die Hersteller dann doch noch.
    Die langen Transport Wege machen die gesamte CO2 Bilanz dann noch schlechter.

  • the pipe
    the pipe Month ago +1

    Ich bin auch Metaller und bei uns war das ganze natürlich auch schon Thema. Wir denken allerdings, dass das ganze am Preis scheitern wird. Die meisten Unternehmen werden den Stahl einfach aus den Ländern kaufen, in denen er "günstig" konventionell hergestellt wird.

  • allesNorris
    allesNorris Month ago

    grüner Wasserstoff wird noch kommen . die produktionsanlagen muss man so oder so bauen.
    danke für das video . Evlt ist auch ein Kombinationsverfahren besser als nur a oder b und dass man dann beim co2 austoß den asymetrischen bio katalysator hinhängt

  • Joshua
    Joshua Month ago +1

    Mach doch bitte bei zukünftigen Videos bei deinen Tonaufnahmen eine Bassabsenkung, ich überlege langsam schon immer ob ich mir deine Videos antue weil der Ton so unangenehm ist.
    Hat natürlich nichts mit deinen tollen Inhalten zu tun, das finde ich alles immer total spanend.
    Huch, hier 6:09 ist der Ton ja normal, machst du etwas ne Bassverstärkung bei deiner Stimme und hier vergessen?

  • Crazy111AUT
    Crazy111AUT Month ago +5

    Fun fact aus Österreich:
    10% (Ja, Zehn Prozent) der CO² Emissionen in Österreich lassen sich auf einen einzigen Stahl Produzenten (die VOEST Alpine; startete unter Hermann Göring als Rüstungsproduzent) zurückführen.

    10%!!!
    Es ist richtig und gut, dass dieser Stahl in Österreich produziert wird - dieses Beispiel zeigt, wie gigantisch der Hebel bei der Stahlindustrie ist.

    Wenn wir es schaffen, dass die Stahl, Zement und Düngemittelindustrie nachhaltig wird, haben wir einen gigantischen Hebel. Wenn wir es schaffen, dass wir Häuser vermehrt mit Holz anstelle von Stahlbeton (ja, da ist mehr möglich als man denkt, auch in Punkto Feuerschutz!) können wir zudem die Nachfrage nach Stahl senken. Wenn wir zudem weniger Fleisch brauchen, muss weniger Regenwald für Rinder-Soja gerodet werden und dadurch muss weniger gedüngt werden. Dadurch verbraucht man weniger Düngemittel. Also auch nice.

    Auf was will ich überhaupt hinaus?
    Im Endeffekt wird immer nur vom E-Auto geredet und keiner hinterfragt die wahren Stellschrauben: CO² neutrale Stahlproduktion, CO² neutrale Zementprodukt, CO² neutrales Heizen und den Ersatz von Rindfleisch sowie die Reduktion von Tierprodukten generell.

    Das geht mir am gesellschaftlichen Diskurs derzeit auf den Arsch:
    Wir reden alle nur von dem Switch von Verbrenner auf E-Autos und ignorieren dabei, dass man die Öffis stärker fördern sollte.

    Viel zu selten werden jene Dinge diskutiert, die einen viel höheren Hebel als E-Autos haben:
    Dazu gehört eben auch Stahl! Und Zement. Und Düngemittel. Und Fleisch, besonders Rindfleisch.

    Ich finde es daher extrem wichtig, dass diese wichtigen Dinge mehr in den Vordergrund kommen!

    Buchtipp: "How to avoid a Climate Crisis" (auch in DE verfügbar) von Bill Gates ist hier eine tolle Empfehlung, da hier ganz stark auf Technologien und Probleme eingegangend wird, welche wirklich einen Einfluss haben.

  • c c
    c c 27 days ago

    Danke, sehr interessant.

  • Hasi Lein
    Hasi Lein Month ago

    Bei den benötigten Energiemengen wird man sich zwangsläufig wieder mit der Atomkraft auseinander setzen müssen. Dieses mal aber hoffentlich mit Dual-Fluid-Reaktoren, bzw asap mit Kernfusion.

  • Rainer Fürstenfeld

    Bester Wissenschaftskanal zusammen mit "Urknall, Weltall und das Leben". Aber Deine Themen sind nicht Lichtjahre weit weg , sondern quasi vor der Tür, also greifbarer.

  • Franz Bolufer
    Franz Bolufer Month ago +1

    Wie kann jemand meinen dass man genauso Material zur Verfügung hat wie heute bzw. früher? Die Zukunft muss und wird ganz anders sein! Genauso wie der Lebensstil!

  • Dominik Bausenwein Hobby Chanel

    Bei Stahl und Chemie hält ich Wasserstoff für eine sinnvolle Alternative, um mal von den enormen Erdgas und Kohle Verbrauch wegzukommen welche in der Deutschen Industrie aufgesaugt wird.

    Allerdings muss sich das über die Treibhausgase Emissionszertifikate selber regeln. Jede Wasserstoff "Subvention" gibt Gelder in den Wasserstoff Markt, welche den Ausbau dieser Technologie erhöht.

    Eine verfrühter Umstieg auf Wasserstoff erhöht aber massiv den Stromverbrauch und somit den Strompreisen.
    Wir brauchen aber günstigen Strom für Wärmepumpen und Im Verkehr um hier die Energiewende zu schaffen.

    Wasserstoff hält die privaten Verbrauch wohl länger am Zapfhan der Ölkonzern und bremst die dringend notwendige Elektrifizierung.

    Man darf H² systemthoretisch definitiv nicht subventionieren!
    Er muss von der Industrie aus Zwang der hohen CO² Kosten selbst genutzt und erzeugt werden.

    Es ist Erfahrungswerte der letzten 50 Jahre, wenn man Industrie Gelder gibt um Strom günstig zu erwerben verbilligt das den Energiebedarf der Industrie erhöht aber enorm den Endkundenpreis beim privaten Verbraucher.
    Eigentlich müsst Strom halb so teuer durch die eneuerbaren Energien.

    Eigentlich reine Ökonomie.
    Wenn man jemandem etwas (fast) umsonst bekommt, bzw. subventioniert wird stellt er jeden Unfug damit an.

    Die Industrie würde auch einen Schokoladenhochofen für die Stahlerzeugung erfinden.
    Wenn man ihr in außreichender Schokolade schenkt. 🙃

    Wie Teuer wird sie dann aber für jemanden der gerne Schokolade ist ist dann die Frage?

  • Abc dfg
    Abc dfg Month ago +1

    Finde es sehr interessant for allem weil ich das Thema grade in der Schule habe

  • Wolfgang Ihde
    Wolfgang Ihde 29 days ago +1

    wenn unsere altvordern gewusst hätten, was für komplexe abläufe bei der stahlproduktion nötig sind, hätten die sich da vielleicht nicht rangewagt.
    alle sagten: "das geht nicht", da kam einer, der wusste nicht, dass das nicht geht und hat es einfach gemacht.

  • Cheffercore
    Cheffercore Month ago +5

    Hallo, eine Frage: du sagst 95% Co2 könnten eingespart werden. Was sind die verbliebenen 5%?

    • S
      S Month ago

      Transport vom stahl mit Z.B: mit einem Lastwagen oder schiff….

      je nach dem ob der stahl schon fertig hergestellt ist…. Glühöfen/Bainitisieren co…..

    • Werner der Champ
      Werner der Champ Month ago

      @S Schmachtel jo so denke ich mir das auch.

    • S Schmachtel
      S Schmachtel Month ago +10

      Ich vermute das Verbrennen von (überschüssigem) Kohlenstoff im Stahl. Denn im Stahl sollte schon Kohlenstoff sein. Reines Eisen ist kein besonders gutes Material, weil in der Regel zu weich für die Anwendung.

    • S Schmachtel
      S Schmachtel Month ago +4

      @Einfach Marvin ach wer hätte das gedacht. Eine nichtssagende Antwort auf eine vielleicht nicht 100% korrekt formulierte Frage, die aber eigentlich nicht missverstanden werden kann.

    • Einfach Marvin
      Einfach Marvin Month ago +10

      Co2

  • Lukas
    Lukas Month ago

    Hätte zumindest einmal kurz ein Eisen-Kohlenstoff-Diagramm erwartet 😂☝️

  • Manuel Reichert
    Manuel Reichert Month ago

    Prinzipiell ist das schon sehr Sinnvoll, aber der viele Strom und der viele Wasserstoff muss halt auch erstmal grün hergestellt werden. Davon sind wir halt leider noch seeehr sehr weit entfernt.

  • Uwe Dannemann
    Uwe Dannemann Month ago

    Ein Super Optimist!

  • Leo E.
    Leo E. Month ago

    Für Forschungsprojekte wäre das supet sinnvoll - irgendwann wird man damit wohl soweit sein, dass es flächendeckend angewendet werden kann und auch wirtschaftlich wird

  • Keragi[Ger]
    Keragi[Ger] 14 days ago +1

    Wenn wir grünen Stahl produzieren wollen, unser erzeugter Stahl aber auf dem Weltmarkt wo er gehandelt wird teurer ist als konkurenzstahl wird er keine abnehmer finden, denn gute Unternehmer kalkulieren Preise und kaufen günstig.

  • Benni19
    Benni19 Month ago +27

    Mein Vater arbeitet bei HKM, einem Tochterunternehmen von Thyssenkrupp. Auf dem Firmengelände von denen wurde jetzt ein staatlich gefördertes Wasserstoffentwicklungszentrum errichtet. Eine Schlüsselrolle davon ist es, Methoden zu entwickeln, um die Stahlproduktion mit grünem Wasserstoff technisch und wirtschaftlich umsetzbar zu machen. Thyssenkrupp ist übrigens auch aktuell dabei, einen ersten wasserstoffbetriebenen Hochofen zu bauen. Ist ziemlich cool, was die da machen.

    • Dodala Duchananda Inda Bhude
      Dodala Duchananda Inda Bhude 27 days ago

      @OpenGL4ever "In 500 Jahren ist Deutschland ein armes Land"
      Hast Du Dich da nicht um eine Zehnerpotenz verschätzt ?

    • cosma nina shiva
      cosma nina shiva Month ago

      @H Pas Bedanke mich jetzt schon bei den chinamännern, vielleicht bauen die Krupp Rheinhausen oder Hoesch in Dortmund ja wieder auf, wäre schön.

    • Steven Schmelzer
      Steven Schmelzer Month ago

      @OpenGL4ever Danke. Ich wollte gerade zu dem Theam ansetzen ,aber sie haben ja dazu schon genügend gesagt. =)

    • OpenGL4ever
      OpenGL4ever Month ago

      @H Pas Weil es günstiger ist, die Energie vor Ort zu nutzen, anstatt über tausende km zu transportieren.
      Und was du bezüglich Bewegungsenergie meinst, siehe Kalmengürtel und Rossbreiten, außerhalb dieser Zonen weht mehr Wind.
      Das nützt uns aber nicht viel, weil die Sonnenenergie und somit Erntemöglichkeit über PV Modulen in den sonnenreichen Gegenden mehr bringt und die Installationskosten geringer sind und die PV Module weit länger halten als die Windkraftanlagen.

    • H Pas
      H Pas Month ago

      @OpenGL4ever Warum immer nur Photovoltaik ... schau dir mal die Chinesen an, die investieren unheimlich in Hochernergie-Gleichstrom-Übertragung ... Warum? Sie wollen aus den polar näheren und auquatorialen Zonen Energie in die "mittleren" (also zu uns auch) der Erde übertragen. Aus den polaren habe ich dabei gelernt ist eine Option, weil dort sehr viele Bewegungsernigie zu erten ist ... Quelle hab ich leider nicht mehr zu Hand ... Wir sehen das ja zum Beispiel bei Norwegen und Schottland, dass da was geht ... Wie viel das jetzt ist ... ¯\_(ツ)_/¯ weiß ich allerdings auch nicht ...

  • BlenderSmith
    BlenderSmith Month ago +2

    Hallo Jakob,

    Mich würde sehr interessieren wie man dabei das Problem der Wasserstoffversptödung in den Griff bekommt. Denn anders als beim verfahren mit Koks wo ja sehr viel Kohlenstoff im Stahl oder Gusseisen als Zementit oder Graffitseigerung zurück bleibt, sehe ich hier das Problem, dass statt dem Kohlenstoff dann der Wasserstoff in großen Mengen in den Stahl zurückbleiben kann. Und dies dann zu einer massiven Wasserstoffversprödung führt.

    • BlenderSmith
      BlenderSmith Month ago

      @AirsoftKolibri Vielen Dank. Das gibt mir Anreiz mich noch mehr mit der Primär und Sekundärmetallurgie auseinanderzusetzen. Deine Ausführungen sind auf jedenfall für mich schon mal ein guter Ansatz mich in die richtige Richtung zu begeben um diese Bildungslücke zu füllen. Nochmals Danke 🙂👍

    • AirsoftKolibri
      AirsoftKolibri Month ago

      @BlenderSmith Das Spülen mit Inertgasen z.B Argon hat auch in der Stahlherstellung große Bedeutung und wird überall angewandt, dies dient aber hauptsächlich zum homogenisieren, durchmischen und Reinheitsgradspülen der Schmelze. Entgast wird rein per Vaakumentgasung und desoxidiert nach dem Frischen mit Aluminium, oder anderen affinen Elementen bei besonders reinen Qualitäten (Um die Bildung von Tonerde zu vermeiden. Diese entsteht nach dem Verbrennen von Aluminium und setzt die Giesbarkeit von Stahl immens herab da es zu Einschlüssen im Stahl kommt).

    • BlenderSmith
      BlenderSmith Month ago

      @AirsoftKolibri vielen Dank für diese präzise Expertise. Ich kenne das Entgasen vor allem nur aus dem bereich Aluminium dabei ist ja ein gängiges verfahren das spühlen mit z.b. Argon. Jetzt bin ich wieder ein bißchen schlauer. 👍

    • AirsoftKolibri
      AirsoftKolibri Month ago +2

      In der Sekundärmetallurgie ist heut zu Tage die Vaakumentgasung ein Standardverfahren, dabei wird der Stahlschmelze Stickstoff, Wasserstoff sowie auch Restsauerstoff unter Vakuum entzogen. So können Wasserstoffwerte unter 1,5ppm erzielt werden, also HIC`s sind kein Problem mehr. Es würde wohl eine Verlängerung der Tiefvaakum-Behandlungszeit von Nöten sein, um die höheren Wasserstoffwerte zu entgasen aber auch das ist machbar. Wie es in China, Russland und co. aussieht kann ich dir nicht sagen, aber in Deutschland werden überwiegend hochreine und entgaste Stähle hergestellt.

  • Embo
    Embo Month ago +27

    ich glaube bevor wir im stande sind solche methoden wirklich zu nutzen, sollten wir erstmal sicherstellen ,dass wir in der lage sind genug Grünen-Strom herzustellen. Bevor die Energieversogung nicht komplett grün und effizient ist, halte ich es für sehr schwer Technologien wie diese voran zu treiben. Aber das ist auf jedenfall auch ein Schritt in die richtige Richtung.

    • Kommentator
      Kommentator Month ago +1

      @Einfach Marvin Umgekehrt importiert Frankreich auch viel Strom von uns. Im Sommer müssen die Kernkraftwerke regelmäßig herunterregeln, weil sie die Flüsse zu sehr aufheizen und diese zu kippen drohen ...

    • Philipp Hermann
      Philipp Hermann Month ago

      @Embo Dass wir so viel exportieren liegt vor allem an der Windkraft im Norden, von der wir die Energie nicht in den Süden bekommen, wo sie gebraucht wird.

      Stromverbrauch bei e-Fuels ist ca. 5-10 mal so hoch wie bei rein elektrischer Nutzung. Liegt schon allein daran, dass ein e-Auto umgerechnet 1,5-2 l Benzin im Stadtverkehr braucht, ein vergleichbarer Benziner eher so 6. Und dann halt noch Verluste bei der Herstellung, ich meine aber da liegt der Wirkungsgrad immerhin über 60%. Aber nagel mich nicht drauf fest 😅

    • Embo
      Embo Month ago

      Ich finde Efuels wären für den Anfang eine gute Alternative zum herkömmlichen Benzin (ich weiß allerdings nicht wie der Stromverbrauch da so aussieht), da der Verbraucher sich nicht umgewöhnen muss und die Tankstellen nicht umgebaut werden müssen. Die größten Hürden sind meines Erachtens nach erstmal eine effiziente Möglichkeit Energie im großen Maß zu speichern und in größeren Mengen zu produzieren. Wie bereits mehrfach erwähnt wurde, exportiert Deutschland viel Energie, das liegt meines Wissens nach daran, dass wir tagsüber zu viel produzieren und nachts zu wenig.

    • Philipp Hermann
      Philipp Hermann Month ago

      @S Schmachtel Naja, man könnte ja auch "einfach" auf e-Fuels umsteigen. Dummerweise braucht man dann allein für den PKW-Verkehr mehr als doppelt so viel elektrische Energie wie wir in Deutschland aktuell jährlich produzieren. Daher ist sogar nur das Elektroauto zumindest auf Dauer ziemlich alternativlos. Und alles was nicht elektrisch geht, muss eben anders laufen - so z.B. Stahlproduktion. Man könnte natürlich versuchen, Eisenerz zu elektrolysieren, aber ich glaub kaum, dass das effizient wäre.

    • Philipp Hermann
      Philipp Hermann Month ago

      @Einfach Marvin das liegt aber daran, dass wir noch keine Nord-Süd-Trasse haben, die gut funktioniert. Insgesamt exportieren wir deutlich mehr als wir importieren.

  • Lonesome Equinox
    Lonesome Equinox Month ago

    Mein Dad arbeitet für die Salzgitter AG die du genannt hast 😂 die sind auf jeden Fall die ersten der Welt die das erste Werk dafür bauen werden in den kommenden Jahren, zudem gehört dem Land Niedersachsen ein großer Teil der Salzgitter AG. Der Staat hängt mit drin und wird dafür sorgen das diese Firma niemals pleite geht, gleichzeitig finanziert den Staat den Großteil der Kosten für das neue Werk das kommen soll

  • Crash Override
    Crash Override Month ago

    Halli hallo~

    Aktuell gibt es doch wieder ein paar Schöne neuerungen welche auch in diesem Zusamenhang anschluss finden könnten,- so gibt es doch zum beispiel eine Firma gibt,- welche meinte dass sie durch den Verkauf ihrer Nebenprodukte, den Dabei entstehenden Wasserstoff sogar kosetnfrei abgeben könnte. Natürlich wird dass kaum die Benötigte menge abdeckeln,- doch grade im zusammenhang mit dem "Strom" Problem könnte es doch sehr sinnvollsein wenn die Stahl Produktionsstätten ggf. noch ein paar (vil auch etwas größere) Akkumulatorwerke nebendran stellen würden um Nachts den Strom abzunehmen.
    Soweit ich weiß verkauft, bzw. eigentlich zahlt deutschland doch sogar aktuell Nachts am Strom drauf welchen es an die Nachbarländer abgibtum ihn dann Tagsüber zu sehr hohen Preisen zurück zu Kaufen, damit sollte sich doch aber zumindest schon mal ein guter teil des 'Überschüssigen' Stroms abfangen lassen oder was meint ihr?
    Ich ärgere mich grade dass ich den Artikel nicht mehr finde und mir auch den Firmennamen dieser Firma mit dem Wasserstoff nicht gemerkt habe,... ist allerdings auch 'erst' einige Wochen her dass ich dass gelesen hatte. Villeicht finde ich ja noch etwas,- dann gibts n edit. (:

    Liebe grüße und ich hoffe dass es eventuell etwas helfen könnte >°

  • Karlheinz M.
    Karlheinz M. Month ago +2

    Die Forschung mit Wasserstoff finde ich gut und wichtig. Aber um Wasserstoff grün herzustellen braucht man außer Energie doch auch sauberes Wasser, oder liege ich da falsch?
    Da frage ich mich, wo soll das ganze benötigte Wasser herkommen, wo es doch jetzt schon (selbst bei uns im Sommer) einen Mangel an Trinkwasser gibt?

    • S Schmachtel
      S Schmachtel Month ago

      @Dionyzos Naja das ist ja nun ein bischen zu einfach formuliert, denn das Wasser aus Brennstoffzellen lässt man einfach verdampfen. Das rückzuführen macht keinen Sinn.

    • Dionyzos
      Dionyzos Month ago

      Bei der Elektrolyse oder der Verbrennung von Wasserstoff entsteht sauberes Wasser, es wird also problemlos wieder dem Kreislauf zugeführt.

  • Einfach für euch - Persönlichkeitsentwicklung

    Die Welt würde es uns danken :D

  • DR-TiiiM
    DR-TiiiM Month ago

    Muss mir das Video auf jeden Fall nochmal nüchtern angucken.... Entzündung des Tornadooooos wird eingeleitet!
    Prost Jungs und Männers

  • Ucas Loss
    Ucas Loss Month ago

    Wäre es nicht vll sinnvoller effiziente Methoden der Rückgewinnung von Kohlenstoff aus dem CO2 und den anderen kohlenstofflastigen Rückständen zu entwikeln? Weil dan könnte man bestehende Strukturen weiter nutzen und müsste diese "nur" erweitern. Außerdem würde dann der Kohlenstoff quasi nur als eine Art Katalysator fungieren.

  • Leo Minor
    Leo Minor Month ago +3

    Es kann sein das auch bei der Stahlproduktion Wasserstoff nicht das richtige ist, mach mal ein Video zu Molten Oxide Electrolysis

    • S Schmachtel
      S Schmachtel Month ago

      Wundert mich irgendwie auch, das man sich in Deutschland anscheinend pauschal für Wasserstoff entschieden hat, wobei man den doch vielleicht besser als Speicherrohstoff verwenden sollte ???

  • Martin Pros
    Martin Pros Month ago +2

    Servus!
    Ich finde die Idee Stahl mittels Wasserstoff zu produzieren sehr gut, aber nur wenn dieser grün ist. Man sollte viel mehr recyceln denn das würde auch den Müllberg reduzieren. Ich bin überhaupt der Meinung, das nichts auf den Markt gehört, dessen entsorgung bei einführung unmöglich ist. Dazu zählen Akkus der E-Autos. Was tun mit den Dinger nach einen Unfall oder wenn die einfach ausgedient haben? Das weiß bis heute noch keiner nur fahren jetzt schon einige millionen davon herum.

    • Das Handbuch
      Das Handbuch Month ago

      Akkus kann man bis zu 95% Recyceln, warum macht man es nicht? Grund es sind noch zu wenige im Umlauf damit es kostendecken ist

  • licklake
    licklake Month ago

    Könnte man die Stahlwerke mit Kohle nicht als "Stabilitätskraftwerke mit Nebenprodukt Stahl" betrachten/nutzen und statt Kohlekraftwerke weiter laufen lassen?